Biografien C. & G. Höhne

Claudia C. Höhne,

geb. Debus, 16. 6. 1955 in Leipzig, Diplom-Kulturwissenschaftlerin, Verwaltungsangestellte an der Humboldt-Universität zu Berlin, lebt verheiratet mit Günter Höhne in Berlin.

Nach abgeschlossenem Studium (u. a. bei Prof. Dr. Wolfgang Heise, Prof. Dr. Karin Hirdina und Prof. Dr. Dietrich Mühlberg an der Humboldt-Universität zu Berlin) von 1978 bis Ende 1990 in Berlin wissenschaftliche Mitarbeiterin im Amt für industrielle Formgestaltung (AIF), hier u.a. verantwortlich für die Planung, Konzipierung, Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte von Hoch- und Fachschulen, Mitwirkung an der Ausarbeitung von Lehrprogrammen und Unterrichtsmitteln für Hoch- und Fachschulen sowie für das „Bildungszentrum bauhaus Dessau“.

1990/91 betraut mit der Organisation und inhaltlichen Mitverantwortung des vom Rat für Formgebung geleiteten Workshops „Design und Management“ für ostdeutsche Industrieformgstalterinnen und -gestalter; 1990 und 1993 aktiv beteiligt an der Gründung der Landesdesignzentren Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

1992 bis 1994 angestellt bei der Berliner Pfefferwerk gGmbH (Hackesches Hoftheater), verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Spielplangestaltung, Arbeitsorganisation, Programm- und Kurserstellung, Buchhaltung.
Seit 1995 Angestellte in der Verwaltung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Seit 1997 eigenständige Mitwirkung an wissenschaftlichen, publizistischen und weiteren öffentlichkeitswirksamen designhistorischen Projekten der privaten Sammlung Höhne zur Dokumentation der ostdeutschen Designgeschichte nach 1945.

 

Reinhard Günter Höhne,

geb. 18. 4. 1943 in Zwickau (Sachsen), Kulturjournalist, Publizist, Buchautor und Ausstellungskurator, lebt verheiratet mit Claudia Höhne in Berlin.

Nach abgeschlossenem Lehrerstudium am IfL Großenhain 1962 und Lehrertätigkeit in Sachsen von 1968 bis 1979 Redakteur bei Radio DDR in Berlin, im Fernstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig 1975 Erwerb des akademischen Grades Diplom-Journalist, von 1979 bis 1984 Literaturredakteur bei der Berliner kulturpolitischen Wochenzeitung Sonntag. Zwischen 1977 und 1990 auch vielfach Autor für die Berliner Wochenzeitschrift Die Weltbühne.

Von 1984 bis 1989 Chefredakteur der Design-Fachzeitschrift form+zweck.

1990/91 zusammen mit Claudia Rachold (später Höhne) im Auftrag des Rates für Formgebung, Frankfurt a. M., Organisation und inhaltliche Mitverantwortung des Workshop-Projektes „Design und Management“ für ostdeutsche Industrieformgestalterinnen und -gestalter. Im selben Zeitraum freie Mitarbeit als Konzeptionalist und Textautor bei der Berliner Werbe- und Medienagentur GKM / Comfactory.
1991 bis 1994 Redakteur u. Ressortleiter bei der überregionalen Berliner Tageszeitung Neue Zeit.

1990 und 1993 Gründungsmitglied der Landesdesignzentren in Sachsen (Dresden) und Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin), dem folgend fachliche Zuarbeit u. Beratung für ebensolche neu gegründeten Einrichtungen in Sachsen-Anhalt (Dessau) und Thüringen (Weimar). Seit 1995, nach Einstellung des Erscheinens von Neue Zeit, freier Journalist, Buchautor und Herausgeber, Juror bei Landes- u. internationalen Designwettbewerben.

1993 mit dem ”Bremer Preis für Designpublizistik” ausgezeichnet, 2007 mit dem Lilienthal-Designpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern für das Lebenswerk. 1999 Preisträger des bundesweit ausgeschriebenen bimedialen Journalistenwettbewerbs „Suchbild Deutschland“ von Radio Kultur des ORB u. des MDR sowie Der Tagesspiegel, Berlin.

1997 bis 2010 Lehrbeauftragter und Vortragender an Fach- und Kunsthochschulen in Berlin, Potsdam, Hannover und Offenbach, bis in die Gegenwart fortlaufend öffentliche Vorträge zur Produkt- und Alltagskultur der DDR.

2009 bis 2016 regelmäßiger Gast als „Herr der Dinge“ in der TV-Sendereihe „Damals war’s“ des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig.
Veröffentlichte neben zahlreichen Einzelbeiträgen in Zeitschriften, Büchern und Katalogen als Autor und Herausgeber seit 2001 mehrere eigene Bücher zu Themen der DDR-Design- und Architekturgeschichte, zuletzt 2014 den Text-Bild-Band „Wohnungen für alle. Vom Leben im Plattenbau“; betreibt seit 10 Jahren die Internetseite www.industrieform-ddr.de mit inzwischen über dreieinhalb Millionen Besuchern.

Seit dem Jahr 2000 gemeinsam mit seiner Ehefrau Claudia kontinuierlicher Aufbau einer umfangreichen privaten Produkte- und Dokumentationssammlung zur Geschichte der industriellen Formgestaltung in der DDR sowie Kurator mehrerer Ausstellungen zum Design in der DDR und den neuen Bundesländern, darunter die zwischen 2003 und 2005 in Leipzig, Frankfurt am Main und Hannover von über 60.000 Besuchern wahrgenommene umfangreiche Schau „gebrauchs gut – Ostdeutsches Design mit Tradition“. 2008 waren Claudia und Günter Höhne Mitgründer der heute einflussreichen deutschen Gesellschaft für Designgeschichte (GfDg), G. Höhne fungiert hier seitdem als gewählter Fachbeirat.

Seit 2015 widmet sich Günter Höhne auch der Herausgabe von biografisch-literarischen Büchern, kürzlich erschienen von ihm „In Kinderschuhen durch das alte Dresden (Saxophon Verlag Dresden, 2016) und „Des Flusses und der Liebe Wellen. Mit dem Fahrrad durch Mainfranken 1939 und 1940“ (Schrenk-Verlag, Röttenbach, 2016) sowie 2017 im selben Verlag eine Auswahl von 50 Gedichten aus dem Nachlass der Erfurter Dichterin Hildegard Jahn-Reinke in der Anthologie „Variationen in Dur und Moll“.

 

(Berlin im April 2017)

Facebook Twitter Reddit Stumbleupon Linkedin Digg Email

Kommentare sind geschlossen.