gebrauchs gut – Ostdeutsches Design mit Tradition

Wanderausstellung

Grassimuseum Leipzig: 21. 11. 2003 – 29. 02. 2004
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt am Main: 15. 04. 2004 – 27. 06. 2004
Kestner-Museum Hannover: 01. 09. 2005 – 20. 11. 2005

ca. 60.000 Besucher


Aus dem Besucherbuch des Grassismuseums Leipzig:

Eine wunderbar aufgebaute und kommentierte Ausstellung.
Chr. C.


Sehr schön, danke!
Ein Wessi


Eine liebevoll und fachlich hervorragend dokumentierte Ausstellung! Dagegen wirkt die z. Zt. Im Prenzlauer Berg (Kulturbrauerei) hingeschludert.
A. H.


An interesting look at design from the GDR period that we don’t see in Australia.
A. Br. (Sydney, Australia)


Vielen Dank für die Ausstellung! Ich wünschte, es würde einen dauerhaften Ort dafür geben.
K. Sch.


Wir sind jetzt schon das zweite Mal hier und haben unsere Familien mitgebracht. Irgendwie witzig, wie sich hier 3 Generationen Geschichten erzählen können.
C. H.


Ein Großteil unseres Hausrats steht hier in würdiger Weise in Vitrinen und Regalen und erst jetzt erkenne ich den historischen Wert der Dinge, die ich eigentlich schon längst wegwerfen wollte – und doch nie konnte… Vielen Dank!
S. G.


Das sind ja alles moderne Möbel!
Isabel, 9 Jahre


Ich bin 42 und finde meinen Fernseher, mein Besteck und andere Sachen im Museum… Verrückt!
J. W.


The show is really well organized and just the right number of examples for look. Very interesting to see, especially as a designer. I hope these products keep getting more exposure – this was really a wonderful treat to see. Thank you!
L. W., The University of Texas at Austin School of Architecture


Lieber Herr Höhne, ich danke Ihnen vielmals für diese schöne, höchst interessante Ausstellung, die mir einen groben Einblick über die Formgestaltung meines Heimatlandes gibt. Sachen, die ich aufgrund meines Alters verpasst habe, nun aber durch Ihre Ausstellung anschauen und durch Ihr Buch nachlesen werde. Zudem möchte ich mich herzlich für den Text-Analyse-Kurs an der FH Potsdam bedanken. Mit Ihrem spritzigen, sehr informationsreichen Unterricht weckten Sie bei mir großes Interesse an der DDR-Designgeschichte und bescherten einige der schönsten Stunden im vergangenen Semester. Danke für alles!
M. J.

Pressestimmen:

Um es gleich vorwegzunehmen: Nichts liegt Höhne ferner als eine Beschönigung der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der DDR. Davon konnte man sich bereits vor zwei Jahren in seiner Publikation „Penti, Erika und Bebo Sher – Klassiker des DDR-Designs“ überzeugen. Hier werden ausführlich die institutionellen Rahmenbedingungen der Designarbeit dokumentiert, ohne deren Kenntnis man manche Beschränkungen nicht nachvollziehen und ohne die man vieles dennoch Geleistete nicht adäquat würdigen kann (…).

Ob Staubsauger der Marke „Omega“ oder das Fernsehgerät „Alex“, alle hat Höhne in jahrelanger Fleißarbeit vom Sperrmüll und aus Trödelläden gerettet. Vieles wurde in endlosen Bastelstunden wieder hergerichtet und präsentierbar gemacht, ohne dabei, auf diese Feststellung legt der Sammler wert, den Eindruck eines neuwertigen Produktes zu erzeugen. (…) Der Leipoziger Ausstellungsbesuch lässt den Wahrheitsgehalt einer Bazon Brock’schen These erleben: Nämlich, dass Objekte „mehr oder weniger totes Zeug“ seien, die erst durch die kommunikativen Beziehungen, die Menschen über sie eingehen, eine Bedeutung bekommen.
(Design Report)


Zwei Jahre lang reiste Höhne für die Ausstellung „gebrauchs gut“ durch die neuen Bundesländer, auf der Suche nach den einst erfolgreichen Unternehmen, die zum Teil heute noch weiter bestehen. Waren diese gefunden, musste er eine Menge Überzeugungskraft aufbringen, die Unternehmen zum Mitmachen zu bewegen. „Viele waren skeptisch und haben als erstes gefragt, was das kosten würde“, erzählt Höhne. Um ihnen Transportkosten zu ersparen, hat er die Exponate häufig selbst abgeholt. Zudem spürte Günter Höhne jene Designer auf, die DDR-Alltägliches entworfen hatten. Das war wie eine archäologische Puzzlearbeit, herauszufinden, wer was gemacht hat. Produktgestalter blieben in der DDR eher anonym“, sagt er. (…) Weil es viele der Traditionsunternehmen heute noch gibt, sieht er sein Projekt auch als wirtschaftsfördernd an. Allerdings förderte die Wirtschaftspolitik die Ausstellung keinesfalls. Trotz mehrfacher Anfrage haben die Wirtschaftsministerien in Dresden und Berlin keine Cent beigesteuert.
(Neues Deutschland)


Diese Schau liegt erfreulich quer zur trivialen Ostalgie-Welle.
(Frankfurter Rundschau online)


Ostdeutsches Design hat Tradition – und Marken wie Jenaer Glas, Uhren aus Glashütte und die Deutschen Werkstätten Hellerau schreiben diese Tradition bis in unsere Tage fort. (…) Zusammengestellt wurde „gebrauchs gut“ von Günter Höhne, dessen im Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag erschienenes Buch „Penti, Erika und Bebo Sher – Klassiker des DDR-Designs“ zur Bibel der Ost-Design-Aficionados avanciert ist.
(Frankfurter Rundschau)


Die Klassiker des DDR-Designs und Produkte der Alltagskultur zeigen eine selbstbewußte Gestaltungstradition. (…) Computer, Radio- und Fernsehapparate, Uhren, Leuchten, Geschirr, Sitzgarnituren, Füllfederhalter und Tintenfässer: lauter funktionale Ostprodukte ohne zu hohen Gemütlichkeitsfaktor. Daß hinter vielen auch ungemütliche Geschichten stecken: eine Ahnung davon bekommen die Ausstellungsbesucher.
(F.A.Z.)


Günter Höhne (…) zeigt mit viel Liebe und Sachverstand umfassende, alle Lebensbereiche abdeckende Ausstellung ostdeutscher Produktkultur im Museum für Angewandte Kunst. (…) Kurios, exotisch, elegant. Traditionsbewusst, innovativ, in Westen exportiert, im Westen imitiert. Hauptmerkmal: Langlebigkeit. Benutzerfreundliche Produkte, die ein Leben lang begleiten. Einfach, nützlich, schön.
(BILD Frankfurt)


… verblüfft die enorme Vielfalt von Produkten kleiner Firmen neben Weltklassikern wie Jenaer Glas oder Uhren aus Glashütte. Acht Themenbereiche von der Wohnzimmereinrichtung über Küchengeräte bis zu Spiezeug decken das gesamte Spektrum von DDR-Gebrauchgütern ab.
(Wiesbadener Tageblatt)


Die Ausstellung ist nichts für Sucher nach der verlorenen Zeit, auch nichts für Menschen, die hier eine Fortsetzung der Freak-Shows erwarten. „gebrauchs gut“ zeigt ein Stück Kulturgeschichte des Alltags und die Bedingungen ihrer Entstehung – so viel, so gut.
(Wiesbadener Kurier)


… die Museumsschau verschafft vielen Besuchern wohl eine neue Sicht auf das DDR-Design. Es galt im Westen zu Unrecht als altmodisch. Allein schon mit der Weiterentwicklung der Bauhaus-Tradition hat es eine der wichtigsten Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts für die Gegenwart erhalten.
(Frankfurter Neue Presse)


Schön ist, dass die Schau nicht mit dem Fall der Mauer endet. Gezeigt werden auch Produkte, die nach der Wende in den neuen Bundesländern entstanden. Und diese machen deutlich: in puncto Design sind Ost und West schon zur Einheit zusammen gewachsen.
(Main-Echo)


Schau des Monats (…) – die ausgestellten Objekte zeugen von Selbstbewusstsein und hohem Anspruch an Form, Funktion und Qualität. So manches Design wirkt zeitlos und durch seine funktionelle Schlichtheit geradezu modern. Eine gelungene und interessante Ausstellung – ein Muss für Designs-Fans und Retro-Liebhaber. Feuchte Augen garantiert.
(Frankfurter Stadtmagazin Fritz)


… war der kleine Staat im Designbereich über Jahrzehnte das, was er auch sonst für sich beanspruchte: auf Weltniveau. Die Entwicklung von Einrichtungsgegenständen und solchen des täglichen Bedarfs war an internationale Trends gekoppelt. (…) Erstaunlich ist, dass das kleine Land trotz Rohstoffmangels und chronischer Minuswirtschaft sich diesen gestalterischen Prozess leistete. (…) Traurig ist, dass die meisten dieser Firmen (…) die Wiedervereinigung nur um wenige Jahre überlebten.
(Südkurier Konstanz)


Günter Höhne (…) geht es vor allem um die Bewahrung und Wertschätzung eines schon fast vergessenen und in den alten Bundesländern kaum wahrgenommenen Bereichs deutscher Designgeschichte.
(Volksstimme Magdeburg)


Rund 15 Jahre nach dem Mauerfall wirft das Kestner-Museum mit der Ausstellung „gebrauchs gut – Ostdeutsches Design mit Tradition“ jenseits aller Ostalgie einen sachlichen Blick auf die Designgeschichte der DDR. Freut euch auf „Freia“, die elektrische Koffernähmaschine, den „Omega“-Staubsauger, der auch heute noch produziert wird, und Hunderte von weiteren Produkten!
(Stadtmagazin Schädelspalter)


Die annähernd 500 Objekte der Ausstellung hat zum weitaus größten Teil der Sammler Günter Höhne zusammengetragen (…). Die meisten hat er inzwischen an das Leipziger Grassimuseum verkauft – die Wohnung platzte aus allen Nähten. Doch nun sammelt er schon wieder. Im Grunde sei er Jäger, sagt Höhne. Der Mann ist ein wandelndes Lexikon in Sachen Design aus dem Osten (und schreibt auch gerade ein Lexikon darüber). Höhne ist auch der Kurator der Ausstellung, und er legt Wert darauf, keine Exotenschau nach dem Motto „Guck mal, was die da drüben schon gemacht haben“ zusammengestellt zu haben. Er will das Gemeinsame zwischen Ost und West herausstreichen, und deshalb endet die Ausstellung auch nicht im Jahre 1989, sondern 2005. (…) Eine Ausstellung, die mit Ostalgie nichts zu tun hat, denn so manche Firma hat es schließlich auch unter den neuen Bedingungen geschafft.
(Hannoversche Allgemeine Zeitung)


Die ambitionierte Ausstellung ist kein ostalgisches Kuriositätenkabinett, sondern beschäftigt sich mit den Parallelen zwischen westlichen und östlichen Designentwicklungen. Mancher Besucher wird erstaunt erkennen, wie elegant ein Omega-Staubsauger gestaltet ist und dass dieser so gar nicht zu den Vorurteilen von der „Design-Wüste DDR“ passt.
(Hannoversche Allgemeine Zeitung in einem zweiten Beitrag)


Der Sammler und Leihgeber Günter Höhne, Designkenner und ehemaliger Chefredakteur der DDR-Designzeitschrift „form + zweck“, ist ein vehementer Verfechter eines gesamtdeutschen Designwegs. „Der Zeitgeist der Moderne“ hätte über die Grenzen hinweg geherrscht. DDR-Design sollte eben nicht nur Ostalgie-Gefühle wecken, sondern endlich als Teil einer gemeinsamen deutschen Geschichte begriffen werden. Diese Ausstellung im Kestner-Museum könnte dazu beitragen.
(Neue Presse Hannover)


Wer von DDR-Design-Geschichte bisher keine Ahnung hatte, wird in der Schau an die Hand genommen. Umfangreiche Texterläuterungen, Dokumente und Filme dienen zur Information ebenso wie Vorträge, Diskussionen und andere Begleitveranstaltungen.
(Cellesche Zeitung)


Vergleicht man die ausgestellten Exponate mit den westlichen „Gebrauchsgütern“, stellt man fest, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen der ost- und westdeutschen Produktkultur gibt, denn auch in der DDR war gute Gestaltung ein wichtiger Teil wirtschaftlicher Überlegungen. (…) „Noch ist die deutsch-deutsche Designgeschichte nicht geschrieben und so hoffen wir, mit dieser Ausstellung einen Beitrag zur längst überfälligen Aufarbeitung leisten zu können“, erklärt Höhne.
(Hannover Live)

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